Im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten hat die Intensität und Häufigkeit von Hitzewellen in Deutschland zugenommen. Auch Trockenperioden scheinen in den vergangenen Jahren während der Vegetationszeit häufiger aufzutreten und länger anzudauern [1]. Diese Entwicklung reiht sich in globale Trends durch den anthropogenen Klimawandel ein. Auch der Weltklimarat berichtet im Sechsten Sachstandsbericht von einer Zunahme von Hitzewellen in den meisten Landregionen der Welt und einer tendenziellen Zunahme von landwirtschaftlichen und ökologischen Dürren in West- und Mitteleuropa [2].
Becker et al. (2022) analysierten in diesem Zusammenhang Hitzewellen in Europa zwischen 1979 und 2019 mithilfe normalisierter Hitzeindizes, um Hitzewellen besser miteinander vergleichen zu können.[3]
Rousi et al. (2022) notieren einen deutlich verstärkten Trend in der Zunahme von Hitzewellen für Mitteleuropa verglichen mit anderen Regionen auf dem gleichen nördlichen Breitengrad. Sie identifizieren die Bildung eines Doppeljets als entscheidenden Faktor in diese Verstärkung [4].
Suarez-Gutierrez et al. (2023) prognostizieren, dass extreme Hitze- und Dürrebedingungen, wie sie in Europa für das Ende des 21. Jahrhunderts erwartet werden, bereits in näherer Zukunft auftreten können. In den 2030er Jahren beträgt die Wahrscheinlichkeit für einzelne Jahre dieser Intensität bereits 10%. Die Atlantische Multidekadische Variabilität hat hier einen großen Einfluss [5].
Melden Sie sich bei konkreten Fragen gerne mithilfe der hinterlegten Kontaktinformationen bei den Forschungsgruppen und bei allgemeinen Fragen über die Mailadresse info@climxtreme.de.