Änderung extratropischer Zyklone im Klimawandel
Bildquelle: Quelle: Abbildung 2 in Catto et al. (2019) [3], eigene Übersetzung.
Veränderungen in Winden und Stürmen im Kontext des Klimawandels sind deutlich schwerer zu erfassen und mit Klimamodellen zu berechnen als Temperaturveränderungen. Das liegt vor allem daran, dass Wind auf kleinen räumlichen und zeitlichen Skalen eine hohe Variabilität aufweist. Zudem wird Wind anders als Temperatur nicht direkt durch die veränderte Strahlungsbilanz beeinflusst, sondern entsteht indirekt durch Druckunterschiede, die von zahlreichen Einflüssen abhängen.
Einen umfassenden Überblick über den Stand der Forschung zu Wind im Klimawandel liefern Pinto et al. (2024) in ihrer Übersicht für das Buch „Klimawandel in Deutschland“. Sie fassen darin verschiedene Studien zusammen und kommen zu dem Schluss, dass bisherige Trends der Winde in Deutschland nicht eindeutig sind. Für die Zukunft deutet sich an, dass Zyklonen über Westeuropa insgesamt seltener, besonders starke Zyklone aber häufiger auftreten könnten [1].
Ein kürzlich veröffentlichter Preprint von Krieger et al. (2025) bestätigt diesen Trend für die Deutsche Bucht. Sie beschreiben, dass auch hier die Sturmaktivität insgesamt abnimmt, besonders extreme Stürme in Zukunft jedoch häufiger oder intensiver auftreten könnten. [2].
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